Meldung vom 28.11.2014

Bauherrenpreis der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte verliehen

Gestern (27. November) wurden die Bauherrenpreise der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte durch Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow an die Stralsunder Teilnehmer verliehen. Am 13. und 14. November hatte die Arbeitsgemeinschaft in Stralsund getagt und im Rahmen dieser Sitzung zum fünften Mal über die Vergabe der Bauherrenpreise für vorbildliche Sanierungen und Neubauten in den Altstädten entschieden.

Die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte - das sind seit 1973 die Städte Bamberg, Regensburg und Lübeck, 1991 kamen Görlitz, Meißen und Stralsund dazu. Diese sechs Städte tauschen sich in regelmäßigen Abständen zu Fragen der Stadtentwicklung und dabei mit dem besonderen Schwerpunkt auf Themen der Erhaltung und Entwicklung der historischen Stadtkerne aus.

Herzblut für eine pulsierende Altstadt

Bei den Tagungen der Arbeitsgemeinschaft sitzt eine Gruppe nicht mit am Tisch, "ohne die aber in unseren historischen Stadtkernen gar nichts ginge. Das sind diejenigen, die leerstehenden und maroden Gebäuden zu neuem Leben verhelfen. Sie reaktivieren Baulücken und Brachflächen und nehmen dafür viel Zeit, Geld und investieren vor allem auch Herzblut. Ich spreche hier von den Bauherren, denen maßgeblich zu verdanken ist, dass auch die Stralsunder Altstadt wieder zu einem lebendigen, attraktiven und pulsierendem Stadtkern geworden ist.", hebt Dr. Badrow in seiner Rede vor den Bauherren hervor.

Kreativität von Bauherren

Mit dem Bauherrenpreis soll ausdrücklich dieses Engagement gewürdigt werden, aber nicht nur das: Die Ausstellung der eingereichten Arbeiten im 1. Obergeschoss des Quartiers 17 (zu sehen bis zum 11. Dezember) zeigt die Vielfalt des Baugeschehens, die Verbindung von alt und neu auf engstem Raum, die Kreativität von Bauherren und Planern und die Qualität, die Leben und Arbeiten in der Historischen Altstadt haben können.
Für jede Stadt wurde ein Preisträger ermittelt, in der Stadt Meißen teilen sich zwei Bewerber den Preis. Jede Stadt hat zunächst eine örtliche Vorprüfung der eingereichten Arbeiten vorgenommen, im Stralsund durch Vertreter von Bauausschuss, Architektenkammer und Verwaltung.
Die entscheidende Sitzung fand am 14. November statt, in der die Oberbürgermeister der Mitgliedsstädte als Jury die Arbeiten begutachtet und ihre Wertung vergeben haben.

Aus Stralsund sind insgesamt neun Arbeiten eingereicht worden, darunter vier Neubauten, vier Sanierungen und eine Kombination aus Neubau und Sanierung.
"Die Jury hat übereinstimmend festgestellt, dass die Entscheidung noch nie so schwergefallen ist, da wirklich alle neun Bauherren einen Preis verdient hätten.", so Badrow.

Anerkennungsurkunden erhielten aus den Händen des Oberbürgermeisters:

Frau Heike Wolff-Schickedanz
für die Sanierung des Wohnhauses Kleinschmiedstraße 18

Herr Wilhelm Bode
für die Sanierung des Wohnhauses Tribseerstraße 14

Herr Dirk Heidenreich
für Sanierung und Neubau der Wohnhäuser Langenstraße 23/24

Ehepaar Frau Friederike und Herr Dr. Martin Fechner
für die Sanierung des Wohnhauses Heilgeiststraße 89

Ehepaar Frau Lorna und Herr Michael Labahn
für den Neubau des Wohnhauses Frankenstraße 24

Frau Sandra Hütter und Robert Mittelbach
für den Neubau der Wohnhäuser Jacobichorstraße 2 und 3

Ehepaar Frau Roswitha und Herr Karl-Heinz Zahlmann
für den Neubau des Wohn- und Geschäftshauses Apollonienmarkt 14/15

Herr Thoralf Mann
für die Sanierung des ehemaligen Speichers Papenstraße 25


Den Bauherrenpreis 2014 überreichte Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow an

Thorsten-Joachim Kind als Bauherr, Architekt und Bewohner der Badstüberstraße 21a

Verleihung Bauherrenpreis der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte (6 Bilder)