Meldung vom 18.10.2014

Freie Fahrt auf Frankenwall

Der Frankenwall, 2. Bauabschnitt, ist fertiggestellt und seit heute (18. Oktober, 08:00 Uhr) offiziell für den Verkehr freigeben.

"Für die Stralsunder Altstadt endet damit ein schwieriges Thema. Denn dieser Knotenpunkt (von der Karl-Marx-Straße zum Tribseer Damm) hat die höchste Frequentierung an Autos in der ganzen Stadt." sagte Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow anlässlich der Freigabe.

„Mit den großzügig gestalteten Gehwegen, Radwegen auf beiden Straßenseiten und zusätzlichen Parkflächen für Autos erhält der gesamte Bereich neue Entwicklungschancen für ansässiges und zukünftiges Gewerbe – beispielsweise für gastronomische Nutzungen. Von dieser attraktiven Gestaltung kann eine Impulswirkung ausstrahlen. Der Frankenwall bietet eine Menge Potential. Noch warten einige unsanierte Gebäude und Baulücken auf engagierte Investoren“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

FAKTEN
Die Umgestaltung des westlichen Frankenwalls einschließlich des Kreuzungsbereichs Tribseer Damm als wichtiger Verkehrsknotenpunkt erhöht die Attraktivität und Funktionsfähigkeit Stralsunds.

Die angrenzenden Bereiche einschließlich des Bastionengürtels wurden zu einer attraktiven Freifläche als Entré und wichtiger Zugang zur Altstadt sowie als Aufenthaltsbereich umgestaltet. Die Baumaßnahme umfasste die Erneuerung der Fahrbahn und sämtlicher Nebenflächen innerhalb der öffentlichen Flurstücksgrenzen, die Erneuerung des Leitungsnetzes sowie umfangreiche Landschaftsbauleistungen. Die Straßenbeleuchtung und -ausstattung wurde ebenfalls erneuert.

Die Erschließungsmaßnahme ist ein städtebauliches Schlüsselprojekt zur Stärkung des Wohn- und Arbeitsstandortes Altstadt. Die Realisierung dieser Maßnahme setzt einen Impuls zur Erhöhung der touristischen Anziehungskraft im Sinne eines hochwertigen Städte- und Kulturtourismus.

Umfang der Baumaßnahmen
Der Frankenwall wurde als attraktiver, teils grüner Straßenzug mit hochwertigen Gehwegbereichen, beidseitigen Fahrradwegen, sicheren Verkehrsknoten (Errichtung Kreisverkehr) und Einmündungen sowie Parkmöglichkeiten umgestaltet. Eingeordnet wurden u.a. Bushaltestellen und Fußgängerüberwege beachtet.

Die vorhandenen Bäume und entsprechende Neupflanzungen wurden in das Bild einer begrünten Straße als verbindendes Element zwischen dem parkähnlichen Bereich um den Frankenteich und der Altstadt angepasst. Sie vervollständigen den grünen Gürtel um den Altstadtkern und galten als Gestaltungsschwerpunkt in der Grünflächenplanung. Fast alle bestehenden Bäume konnten erhalten bleiben, sodass der gesamte Straßenquerschnitt und das Gefälle der zu sanierenden Straße danach ausgerichtet wurden.

Bei der Materialwahl für Straße, Geh- und Radwege, Park- und Sicherheitsstreifen wurden Materialen, die bereits beim 1. Bauabschnitt Frankenwall und der sanierten Nebenanlagen am Tribseer Damm zum Einsatz kamen, übernommen. Ein zu großer Materialmix wurde dadurch vermieden. Ebenfalls wurden die technische und die funktionelle Ausstattung des Straßenraumes erneuert, Sitzgelegenheiten und Abfallbehälter aufgestellt sowie Verkehrsschilder und eine neue Lichtsignalanlage errichtet.

Kosten/Finanzierung/Bauzeit

Gesamtkosten 3 Mio. Euro  
davon   
• EFRE-Mittel 2.255 Mio. Euro
• Eigenanteil Hansestadt 751.800 Euro
Baubeginn: Juni 2013 
Bauende: Oktober 2014 

Kosten Dritter                    
(REWA, SWS Energie)

ca. 2.5 Mio. Euro

Verkehrsfreigabe Frankenwall und Karl-Marx-Straße (6 Bilder)