Meldung vom 18.09.2014

Abschluss Sicherung Deponie Devin und Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage

Strom für 1.500 Haushalte von einer ehemalige Deponie

Die Deponie Devin entstand auf Beschluss des Rates der Stadt Stralsund vom 20. August 1981 und zwar im Bereich eines ehemaligen Kiestagebaus und einer Füllbodenentnahmestelle. Dort wurden Bauschutt und andere Abfälle aus Industrie und Gewerbe entsorgt. Im Dezember 1995 wurde der Deponiebetrieb eingestellt. Einen Teil der Deponiefläche nutzte die Stralsunder Entsorgungs GmbH bis Ende 2007 als Bauschuttabfallsortieranlage. 

In den Jahren 2007 bis 2012 realisierte die Hansestadt Stralsund die Sicherung der Deponie. Zunächst erfolgten die Reduzierung der Böschungshöhe, die Sanierung des Deviner Bachs und die Beräumung des Deponieumfelds von wild entsorgten Abfällen. Danach wurde Baggergut auf die Deponie aufgetragen, um die Abfälle abzudecken sowie den Deponiekörper zu profilieren. Insgesamt wurden ca. 300.000 m³ Baggergut eingebaut. Die Kosten dafür in Höhe von 2,6 Mio. Euro wurden dabei zu 90% vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Die Hansestadt Stralsund wollte diesen Standort einer neuen wirtschaftlichen Nutzung zuführen. Dafür gibt es für eine Deponie praktisch nur ganz wenige Möglichkeiten.  Deshalb verpachtete die Hansestadt Stralsund die Deponiefläche zum Zwecke der Errichtung und Betreibung einer Photovoltaikanlage. Pächterin ist die Solar Devin GmbH. 

Nachdem das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern die dafür erforderliche Genehmigung erteilt hat, konnte nunmehr mit der Errichtung der Photovoltaikanlage begonnen werden. Die Bauzeit betrug insgesamt sechs Monate, die Investitionskosten etwa 5 Mio. Euro.

Es handelt sich bei diesem Vorhaben um die erste mit Baggergut abgedeckte Deponie in Mecklenburg-Vorpommern, die mit einer Photovoltaikanlage bestückt wird. "Damit hat die Hansestadt Stralsund Neuland betreten.", so Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow.

Die Gesamtfläche der Anlage nimmt 6,5 Hektar ein. Darauf stehen 19.075 Solarmodule, die alle zusammen eine Leistung von 4.440 kW entwickeln, so dass etwa 1.500 Haushalte versorgt werden könnten.