Meldung vom 28.03.2014

Photovoltaikanlage auf ehemaliger Deponie Devin

Die frühere Deponie Devin diente vorwiegend zur Aufnahme von Bauschutt und Abfällen aus Industrie und Gewerbe. Sie entstand auf Beschluss des Rates der Stadt Stralsund vom 20. August 1981 und zwar im Bereich eines ehemaligen Kiestagebaus und einer Füllbodenentnahmestelle.

Im Dezember 1995 wurde der Deponiebetrieb eingestellt. Einen Teil der Deponiefläche nutzte die Stralsunder Entsorgungs GmbH bis Ende 2007 als Bauschutt-Sortieranlage.

In den Jahren 2007 bis 2012 erfolgte die Sanierung der Deponie. Dafür wurde vor allem Baggergut auf die Deponie aufgetragen, um die Abfälle abzudecken sowie den Deponiekörper zu profilieren. Insgesamt wurden ca. 300.000 m³ Baggergut eingebaut.

Die Hansestadt Stralsund möchte diesen Standort nun einer neuen wirtschaftlichen Nutzung zuführen. Für eine Deponie gibt es dabei praktisch nur ganz wenige Möglichkeiten.
Eine davon ist die Verpachtung der Deponiefläche durch die Hansestadt Stralsund zum Zwecke der Errichtung und Betreibung einer Photovoltaikanlage. Pächterin ist die Solar Devin GmbH.

Nachdem das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern die dafür erforderliche Genehmigung erteilt hat, kann nunmehr mit der Errichtung der Photovoltaikanlage begonnen werden.

Es handelt sich bei diesem Vorhaben um die erste mit Baggergut abgedeckte Deponie in Mecklenburg-Vorpommern, die mit einer Photovoltaikanlage bestückt wird.

Die Anlage wird nach Fertigstellung laut Angaben des zukünftigen Pächters des Geländes eine Leistung von 4.358 kW haben. Das entspricht der möglichen Versorgung von ca. 1.100 Haushalten mit Elektroenergie.
Die Gesamtfläche der Anlage nimmt 6,5 Hektar ein.
Aufgebaut werden (bis zur Fertigstellung in voraussichtlich zehn Wochen) genau 19.075 Solarmodule.

Photovoltaikanlage auf ehemaliger Deponie Devin (4 Bilder)