Meldung vom 09.03.2014

CO2-Ampel für Stralsunder Schulen

Luftqualität und Klimaschutz gehen Hand in Hand. Dicke Luft im Klassenraum.

Seit Februar können sich Stralsunder Schulen eine CO2- Ampel ausleihen.
Klimaschutzmanagerin Saskia Schütt hat das Gerät für die Stralsunder Schulen gekauft. „Das Ampelsystem ist den Kindern vertraut, und sie können gemeinsam mit dem Lehrer auf eine gute Luftqualität im Klassenraum achten und gleichzeitig durch richtiges Lüften Energie sparen“ erklärt sie.

Annika Weitkunat betreut das Projekt Klimadetektive an der Gagarin-Schule und erläuterte den Kindern die simple Funktionsweise der Ampel. Sie zeigt den CO2-Gehalt der Luft an. Der normale Gehalt in der Luft liegt bei rund 380 parts per million (ppm). Leuchten die Lämpchen gelb oder rot, liegt der CO2-Gehalt im hygienisch auffälligen Bereich, also über 1.000 ppm. Das trägt dazu bei, dass die Konzentrationsfähigkeit der Schüler rapide abnimmt. Es muss also dringend gelüftet werden. Die Empfehlung alle 20 Minuten den Klassenraum zu lüften, wird nur selten eingehalten.
Die Ampel, mit akustischem Signal, trägt dazu bei, eine Regelmäßigkeit zu etablieren.

Mit Hilfe der CO2-Ampel können die Lehrer nicht nur die Luftqualität verbessern. Sie können auch etwas für den Klimaschutz tun. Gemeinsam mit den Kindern können sie z.B. testen, ob Stoß- oder Kipplüftung schneller dazu führt, dass das Gerät wieder auf Grün springt. "Die wesentlich effektivere Stoßlüftung hilft nicht nur den Sauerstoffgehalt schneller wieder zu erhöhen, sondern spart auch Energie.", gibt Klimaschutzmanagerin Schütt einen Tipp zum Sparen. "Lange Kipplüftung führt dazu, dass Wände und Decken auskühlen und Heizenergie verschwendet wird, die benötigt wird, um die Bauteile wieder auf Raumtemperatur zu erwärmen."

Interessierte Schulen können sich die CO2-Ampel beim Klimaschutzmanagement der Stadt ausleihen.