Meldung vom 25.02.2014

Verbrennen von Pflanzenabfällen - was ist wirklich erlaubt?

Mitteilung des Landkreises Vorpommern-Rügen

Auf Grund der milden Witterung sind schon viele Bürger damit beschäftigt in Ihren Haus- und Kleingärten Ordnung zu schaffen. Dabei stellt sich die Frage, wohin mit den pflanzlichen Abfällen, für viele Garten- und Grundstücksbesitzer ist das Verbrennen die einfachste Lösung.

Doch was ist wirklich erlaubt?

Die am 18. Juni 2001 von der Landesregierung beschlossene Pflanzenabfalllandesverordnung (PflanzAbflVO M-V) sagt eindeutig dazu aus, dass Pflanzenabfälle durch Liegenlassen, Verrotten, Einbringen in den Boden verwertet oder die vorhandenen Entsorgungsmöglichkeiten, wie z.B. die Biotonne oder Kompostierungsanlagen genutzt werden sollen.
Nur wenn die genannten Möglichkeiten und das Nutzen der angebotenen Sammelsysteme nicht möglich oder nicht zumutbar sind, gestattet die Pflanzenabfallverordnung ein Verbrennen auf privaten Gartengrundstücken. Hierbei ist nur die Beseitigung von Pflanzenabfällen durch Verbrennen erlaubt.

Das Verbrennen ist zeitlich auf die Monate März und Oktober begrenzt und ist werktags zwei Stunden täglich in der Zeit von 8.00- 18.00 Uhr zulässig. Bei einer Gartenanlage handelt es sich in der Regel um ein Grundstück, welches in Parzellen eingeteilt ist. Das heißt, auch hier ist das Verbrennen pro Anlage nur 2 Stunden täglich erlaubt.
Die pflanzlichen Abfälle sind vor dem Verbrennen umzulagern, sobald fünf Tage seit ihrem Anfall vergangen sind.
Jeder hat sich zu vergewissern, ob weitergehende Einschränkungen der Städte und Gemeinden oder in Ihrer Gartensparte bestehen, die ein Verbrennen untersagen oder zeitlich beschränken.

Entscheiden Sie sich nicht vorschnell für ein Verbrennen der pflanzlichen Abfälle, denken Sie an ihre Nachbarn und Anwohner, die von Belästigungen durch Rauchgase verschont sein möchten. Vor allem wenn sich in der Nachbarschaft soziale Einrichtungen, Krankenhäuser oder Pflegeheime u. ä. befinden, sollte aus Rücksichtsnahme auf das Verbrennen verzichtet werden, da die Mitmenschen in diesen Einrichtungen besonders unter der Geruchs- und Rauchentwicklung sowie unter den Schadstoffen, die beim Verbrennen entstehen, leiden. 

Fragen zur Pflanzenabfallverordnung beantworten Ihnen gern die Mitarbeiter des FG Umweltschutz des Landkreises Vorpommern-Rügen unter den Telefonnummern für den Bereich Stadt Stralsund 03831 357 3154, für den Bereich Rügen 03831 357 3155 und für den Bereich Festland 03831 357 3153.