Meldung vom 06.02.2014

Hansestadt Stralsund schließt Museumsspeicher ab dem 1. März 2014 dauerhaft

Die Hansestadt Stralsund schließt den Museumsspeicher als einen von vier Standorten des Kulturhistorischen Museums ab dem 1. März 2014 für Ausstellungsbesucher dauerhaft.

Grund sind bauaufsichtliche Auflagen an den Brandschutz, die das denkmalgeschützte Gebäude aus der Mitte des 18. Jahrhunderts nicht mehr umfänglich erfüllt. Der gesetzliche Bestandsschutz, der bislang die öffentliche Nutzung des Gebäudes für eine bestimmte Übergangsfrist ermöglichte, besteht nicht mehr. Dies ergab eine Prüfung Ende Januar durch die städtische Bauaufsicht. Daraufhin erfolgte die sofortige Sperrung der Obergeschosse. Das Erdgeschoss konnte zunächst weiterhin geöffnet bleiben, da hier die brandschutzrechtlichen Auflagen erfüllt sind.

In den Obergeschossen des Museumsspeichers befinden sich Büroarbeitsplätze sowie Arbeits- und Magazinräume. Außerdem wurden im Museumsspeicher die volkskundliche Ausstellung, Spielzeugausstellung sowie Wechselausstellungen gezeigt. Im Zuge der Neukonzeption der Dauerausstellung im Katharinenkloster wird geprüft, inwieweit Ausstellungsinhalte aus dem Museumsspeicher integriert werden können.

Die Hansestadt Stralsund strebt den Leerzug des Museumsspeichers sowie dessen Verkauf an, sobald das neue Zentraldepot für die Aufbewahrung von Sammlungsgut auf der Schwedenschanze fertig gestellt ist. Damit erfüllt sie die selbst auferlegten Vorgaben im Rahmen der Bemühungen um die Haushaltskonsolidierung und setzt sie um. Die für das Jahr 2014 im Museumsspeicher geplanten Wechselausstellungen werden mit einer zeitlichen Verzögerung im Katharinenkloster gezeigt.

Das Kulturhistorische Museum ist das älteste Museum des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Den Grundstock für seine umfangreichen und wertvollen Sammlungsbestände bildete das Vermächtnis des schwedischen Generalgouverneurs Axel Graf von Löwen, der seine Kunstsammlung 1761 per Testament der Stadt Stralsund übereignete.

Das Kulturhistorische Museum präsentiert seine Bestände fortan an drei Standorten, im Katharinenkloster, im Museumshaus sowie im Marinemuseum.

Foto: Hansestadt Stralsund