Meldung vom 26.02.2014

Gisela Peschke – eine Retrospektive in Bildern

Die erste Sonderausstellung in diesem Jahr widmet das Stralsunder Kulturhistorische Museum einer Malerin, die zwar nicht in der Hansestadt geboren wurde, die hier allerdings nach Ausbildung und Studium ihren Lebensmittelpunkt gefunden hat.

Viele werden sich noch an  Gisela Peschke erinnern. Und wer ein Bild von ihr sein Eigen nennt, darf sich zu recht glücklich schätzen. Gilt sie doch in Fachkreisen neben Elisabeth Büchsel als die wichtigste „Hiddensee-Malerin“.

Gisela Peschke kam 1942 in Wurzen auf die Welt und erlebte als Kind noch die letzten Kriegsjahre und die schwere Zeit des Wiederaufbaus. Nach der Schule erlernte sie den bodenständigen Beruf einer Gärtnerin. Gleich im Anschluss jedoch startete die junge Frau ihre künstlerische Laufbahn, indem sie zum Theater wechselte und ein Studium der Bühnenmalerei an der Leipziger Fachschule für angewandte Kunst aufnahm. An der Hochschule für Bildende Künste Dresden rundete sie ihre fachliche Ausbildung ab.

Mit ihrem Umzug in den Norden, zu Beginn der 70er Jahre, schlug ihr Herz von Anfang an für die so typische Landschaft der Ostseeküste. Und so verwundert es nicht, dass besonders Rügen und Hiddensee die zentralen Themen in ihrem künstlerischen Werk darstellen.

Wer konnte damals ahnen, dass der nunmehr 30jährigen nur noch knapp 20 Schaffensjahre bleiben würden. 20 Jahre, in denen die Frau mit der für sie so typischen Ponyfrisur unermüdlich tätig war. Rund 800 Arbeiten sind von Gisela Peschke verzeichnet. Die meisten davon in Privatbesitz. Neben ihren oftmals „überwältigenden“ Landschaftsporträts, finden sich ebenso eindrucksvolle Tierdarstellungen. Aber auch Tod und Vergehen spiegelt das Schaffen der Wahlstralsunderin wieder. Erst recht, als sie unheilbar erkrankt. Mit 51 Jahren vollendet sich ihr Lebensweg und der Inselfriedhof von Hiddensee wird zu ihrer letzten Ruhestätte.

Nunmehr sind es ihre Söhne Christian und Johannes Peschke, die die Erinnerung an die Malerin wach halten und sich dabei zugleich um die Aufarbeitung und Katalogisierung ihres künstlerischen Nachlasses bemühen. Ihnen verdankt das Museum auch die Idee zu einer umfassenden Werkschau. Neben einigen wenigen Arbeiten aus eigenen Beständen wird das Museum vor allem aus Leihgaben schöpfen.