Meldung vom 15.01.2014

Foto- und Filmschau "Island. Am Puls der Erde unterwegs"

Island, geboren aus Feuer, zieht am Rand des Polarkreises seit vielen Jahren Naturfreunde und Fotografen in den Bann.

Denn Island überrascht, Island verzaubert; Island macht süchtig: Kaum anderswo wechselt das Wetter so schnell, sind Vulkane so allgegenwärtig, sind Flüsse und Wasserfälle so mächtig. Kaum anderswo faszinieren Kargheit und Farben der Erde und des Eises so wie auf Island, der jungen Insel im Nordatlantik. Kaum anderswo sind Wikinger, Lebenskünstler und Elfen so allgegenwärtig, kaum anderswo stinkt Gammelhai mehr.

Island fasziniert auch den Fotografen und Filmemacher Walter Steinberg: Gemeinsam mit seiner Frau Siglinde Fischer hat er das erdene Farbspiel von Landmannalaugar ebenso erkundet wie das atemberaubende Weiß und Blau von Seen, Meer und Gletschern, das gewaltige Tosen von Wasserfällen und heißen Quellen, das leuchtende Grün moosgesäumter Bäche in der Aschewüste des Hochlands. Mit dem Kajak erkundeten die beiden Abenteurer die menschenleere Küste von Hornstrandir, Auge in Auge mit Polarfüchsen, Seehunden und Lummen. Auch auf dem Thorisvatn, Islands größtem See, waren die beiden mit ihren Faltbooten unterwegs. Eine bizarre Aschewüstenlandschaft und faszinierende Lava- und Basaltstrukturen begleiten die beiden am Ufer – und an Land stellten sie fest: Sie sind nicht allein ...

Zu Fuß zogen Steinberg und Fischer ins Innere Islands auf dem legendären Kjalvegur, neben der Sprengisandur-Piste die einzige Nord-Süd-Verbindung Islands. Riesige Steinwarten weisen dort seit Jahrhunderten den Reisenden den Weg durch das menschenleere Hochland, über Lavafelder, vorbei an Gletschern und Vulkanen.
Wie die Asche, so gehört auch das Eis zu Island: Gletscher und vergletscherte Vulkane prägen vielerorts die Landschaft. Lassen Sie sich in einer mehrtägigen Wanderung mitnehmen auf die Eiskappe des Vulkans Snaefellsjökull, der majestätisch auf seiner Halbinsel im Westen Islands thront. Auch den fast gleichnamigen, über 1.800 m hohen Vulkan Snaefell im Norden des mächtigen Vatnajökull haben Steinberg und Fischer bezwungen. Ein fantastischer Ausblick auf Islands mächtigsten Gletscher belohnt für die Strapazen des Aufstiegs; weglose Natur breitet sich rings um den eisbedeckten Berg aus, in der Rentiere und Gänse unbekümmert rasten und weiden.

Auch die Westmänner-Inseln sind eine Reise wert: Schroff ragen sie ihre Felswände dem Besucher entgegen; nur eine, Heimaey, ist überhaupt bewohnt. Die Bewohner Heimaeys trotzen zuversichtlich den Naturgewalten – zuletzt einem gewaltigen Vulkanausbruch vor vierzig Jahren. Zäh, kreativ, optimistisch, lebensfroh nach vorn schauend sind sie – wie überall in Island.
Papageitaucher, Polarlichter und Pferde hat Steinberg in eindrucksvollen Bildern mit der Kamera festgehalten – ebenso das abenteuerliche Unterwegssein zu Land und zu Wasser und Islands Menschen, die seit Jahrhunderten mit Talent und Ideenreichtum ihr Leben zwischen den Naturgewalten meistern.

Am 7. Februar, um 19.30 Uhr, sind die beiden Abenteurer mit ihrer Foto- und Filmschau im Remter des Stralsunder Kulturhistorischen Museums zu Gast. Karten gibt es an der Museums- bzw. Abendkasse.

Text/ Fotos: Agentur